Test: Western Digital My Passport Elite mit 320 GB

SA701530.jpgUltramobile Notebooks zum günstigen Preis, so genannte Netbooks, werden immer beliebter und die Vielfalt selbiger gleichzeitig größer. Doch leiden die meisten Netbooks an notorischem Speichermangel, was nicht verwunderlich ist, da ein Betriebssystem durchaus mehrere GB für sich allein beanspruchen kann. Mit USB-Sticks und Speicherkarten kann zwar Abhilfe geschaffen werden, doch sind die Kapazitäten dieser Speichermedien eher beschränkt und steigen mir zunehmender Kapazität auch stark im Preis an. Mit dem Boom dieser Flashspeicher sind klassische externe 2,5″ Festplatten etwas aus dem Blickfeld geraten. Basierend auf einer Notebookfestplatte, die ansonsten in einem Netbook nur schwer Platz findet, bieten sie ein Vielfaches an Kapazität eines USB-Speichersticks.

Mit dem neusten Schmuckstück in meiner Hardwaresammlung zolle ich der Entwicklung von einem Desktop PC zu mittlerweile zwei Notebooks plus eben diesen klassischen PC in meinem Haushalt Tribut. Der Computer wird nur noch selten genutzt und genau so die beiden daran angeschlossenen externen Festplatten mit 250 und 750 GB Kapazität. Möchte ich die Festplatten am Notebook nutzen oder mitnehmen, muss ich erst umständlich die Kabel abziehen und zur schweren und großen Festplatte auch noch das Netzteil mit einpacken. Eine externe 2,5″ Festplatte ist da viel praktischer, da sie meist nur ein einziges Kabel, ein USB/Firewire/E-SATA-Kabel, zur ausreichenden Stromversorgung benötigt.

Vorstellen möchte ich euch einen interessanten Vertreter der externen 2,5″ Festplatten, eine Western Digital Passport Elite mit 320 GB Kapazität.

 

Unterschied Passport Essential und Elite:

Der Unterschied fällt nur sehr gering aus, für einen rund 20% höheren Einkaufspreis bekommt der Käufer lediglich zusätzliche Software ( WD Backup, MioNet), eine “weichere” Kunststoff-Oberfläche und eine vierstellige LED Indikatoranzeige für Zugriff und Kapazität. Außerdem gibt es Western Digital für die Elite Edition ganze 5 Jahre Garantie, während Western Digital nach meinen Kenntnissen für Essential Versionen nur 2 Jahre Garantie erteilt.  Während die Essential Edition in 11 verschiedenen Farben erhältlich ist, bleibt die Elite Edition mit nur 4 Farben an Auswahl deutlich zurück. Offenbar wird jedoch bei den Essential Platten eine harte, glänzende Oberfläche verwendet, welche vermutlich recht anfällig für Kratzer ist.

Die My Passport Elite ist in den Größen 250 und 320 GB verfügbar, My Passport Essential in 120, 160, 250, 320 GB fassenden Kapazitäten.

 

Produktseite Essential –  Produktseite Elite

 


Inhalt und Verpackung:

SA701552.jpgDie Western Digital My Passport Elite kommt in einer Plastikverpackung und enthält als Zubehör lediglich ein etwa 25cm langes USB-Kabel.  Sehr schade, wenn man bedenkt, dass man für die My Passport Elite 20 EUR mehr zahlt, als für eine My Passport Essential mit der gleichen Kapazität. Somit erhält man für 100 EUR neben der Festplatte lediglich ein USB Kabel und etwas Software. Wünschenswert wäre zumindest ein Stoffetui gewesen, um Kratzer zu vermeiden und eventuelle Stöße ein klein wenig abfedern zu können. Eine CD mit Zugaben in Form von diversen Programmen sucht man vergebens, alle Programme befinden sich auf der Festplatte. Enthalten sind WD Sync, WD Backup, WD Driver Manager und ein Programm, mit dem man per Remoteverbindung auf die Festplatte zugreifen kann (MioNet). Ein kleines Gestell für die Festplatte ist auch nicht vorhanden, womit die Platte immer recht unpraktisch auf dem Tisch herum liegt und von dort schnell mal am USB Kabel heruntergezogen werden kann – eventuelle Schäden nicht ausgeschlossen.

 

 


Software:

Während bei der Essential Edition ledigtlich WD Sync beigelegt wird, enthält die Elite Edition auch noch MioNet und eine spezielle, individuell zu automatisierende WD Backupsoftware. Der Code zur Aktivierung der Vollversion ist in der Schnellanleitung zu finden, deswegen sollte diese nicht gleich mit der Verpackung entsorgt werden.

Die Backupsoftware läuft angenehm selbstständig im Hintergrund und sichert alle Dateien, die in den zu überwachenden Ordnern hinzugekommen sind auf ein beliebiges Laufwerk und ist somit also eine durchaus sinnvolle Software, die sich recht leicht bedienen und konfigurieren lässt.  WD Backup ist auch in einer Version für MAC auf der Festplatte hinterlegt.

Die Synchronisierungssoftware erlaubt einem die wichtigsten Daten immer dabei zu haben.  So kann man über die enthaltene Funktion nicht nur die gesamten Outlook-Daten auf dem eigenen Rechner synchronisieren (funktioniert nicht auf Fremdrechnern, hier muss man ein neues Konto erstellen) und auch auf fremden Rechnern über den integrierten Posteingang von einem Postfach abrufen und direkt ohne Umweg auf die Festplatte zu kopieren. WD Sync speichert die Daten 128-Bit-verschlüsselt auf der Festplatte, was ein Ausspähen der Daten ohne das vorher festgelegte Passwort unter normalen Umständen unmöglich machen sollte.

MioNet konnte ich leider nicht nutzen, da das Programm sich aus welchen Gründen auch immer nicht ins Internet verbinden konnte, obwohl ich meine Firewall dementsprechend freigegeben habe.


Verarbeitung & Design:

SA701530.jpgSA701532.jpgSA701533.jpgDie Verarbeitung ist recht gut, der gewählte Kunststoff fühlt sich angenehm an und sieht wertig aus. Leider wurden die Kanten nur unzureichend entgratet bzw. abgerundet, weshalb ich hier ein klein wenig enttäuscht bin. Außerdem ist die glänzend ausgeführte Zierleiste recht labil. Man kann sie recht einfach eindrücken, was gerade dann, wenn man die Festplatte in der Hand hält sich nicht sehr hochwertig anfühlt. Insgesamt gesehen ist die Stabilität für eine reine Plastikkonstruktion gut. Das Design ist schnörkellos und ist damit kein besonderer Eye-Catcher. Die Platte bleibt mit ihrem Bronze-Braun-Ton schön unauffällig im Hintergrund eines gewöhnlichen Arbeitsplatzes.

Was mir nicht so gefällt, ist die Tatsache, dass der USB Anschluss direkt neben den LED-Leuchten liegt. Ich weiß ja nicht, wie die Mehrheit aller Nutzer ihre Festplatte auf dem Tisch positioniert, ich allerdings habe den Anschluss grundsätzlich nach hinten weggehend gelegt, womit ich die vier weißen LED-Leuchten nicht mehr sehen kann. Was wiederum besonders zu gefallen weiß, ist der verschiebbare Schutz für den USB-Anschluss.

Mit dem USB Anschluss, dem verschiebbaren Schutz und den vier weißen LEDs ist es auch Schluss. Es befindet sich keinerlei Ein/Aus-Schalter am Gerät. Die Festplatte schaltet sich im Leerlauf nach wenigen Minuten automatisch in den StandBy-Betrieb. Eine zusätzliche Stromversorgung benötigt die Festplatte in der Regel nicht, so lange ein “powered” USB Anschluss zur Verfügung steht, was die überwältigende Mehrheit aller USB-Ports betrifft.

Die vier weißen LEDs informieren im Leerlauf über den ungefähren Befüllungstand an Daten, während sie bei einem Zugriff laufen.


Performance:

hddtest.JPGZu meiner Verwunderung ist die Festplatte komplett in eine Partition eingeteilt, welche auch noch in FAT32 formatiert wurde, um MAC-Kompatibilität zu gewährleisten. Die Schreibperformance liegt bei ca 20 MB in der Sekunde, gelesen kann mit ungefähr 31 MB die Sekunde. Diese Werte schwanken natürlich je nach Belegung der Festplatte und auch USB-Anschluss. So liegen die Werte auf meinen ASUS Notebook rund 5 MB unter den auf meinem Desktoprechner ermittelten. Trotzdem sind die Werte sehr mager, da eine gewöhnliche intern verbaute Notebookfestplatte fast doppelt so schnell arbeitet. Vermutlich ist hier aber auch der USB-Anschluss/Controller der Flaschenhals.


Temperatur & Lautstärke:

Die Festplatte ist selbst in ruhigen Umgebungen und bei Zugriff nicht wahrnehmbar, vibriert aber recht stark. Nach ca 80 GB Transfer am Stück auf die Festplatte, wurde die Festplatte etwas wärmer, was aber absolut im grünen Bereich blieb.


FAZIT:

Am Ende lässt sich sagen, dass trotz Verbesserungsbedarfes an der ein oder anderen Stelle, es sich bei der Western Digital My Passport Elite um eine gute externe Festplatte handelt, die mit dem nüchternen Design auch den meisten Kunden zusagen wird. Obwohl die Transferraten nicht sehr hoch sind, kann man für den alltäglichen Gebrauch die Festplatte mit absoluter Sicherheit gut einsetzen. Gerade die mitgelieferten Tools zum Synchroniseren und Sichern wichtiger persönlicher Daten lassen den Ein oder Anderen sicher besser schlafen.




 

 

 

Positiv:

  • sehr klein, leise

  • leicht

  • angenehmes Plastik

  • kaum hörbarer Zugriff

  • schicke, weiße LEDs vermitteln Hochwertigkeit

  • vielfältige Programme (Sync/Backup/MioNet)

  • keine weitere Stromversorgung notwendig

  • vier edle Farben verfügbar: blau, bronze, rot, titan

  • größtenteils matte Oberfläche

  • USB-Anschluss durch Schiebeelement schützbar

 

 

Negativ:

  • magere Performance (ca 20 MB schreiben / 31 MB lesen)
  • glänzende Zierleiste ist labil

  • Sync funktioniert nur in eine Richtung (Home-PC -> Festplatte -> Home-PC)

  • Programme nur auf Festplatte vorhanden, nicht auf  separaten CD

  • Fat32 Formatierung wegen MAC-Kompatibilität

  • Kanten könnten etwas abgerundet/angewinkelt werden, sind so recht scharf

Vorschläge:

  • Stoff/Lederetui mitliefern

  • glänzendes Element Resistenter gegen Druck mache

  • Ständer mitliefern

  • loses, kurzes USB-Kabel eventuell in einem Schacht im Gerät integrieren
  • LED gegenüber der USB-Schnittstelle anordnen

  • E-SATA oder FireWire Schnittstelle für schnellstmögliche Datenübertragung

  • Programme parallel zur Festplatte auch auf CD mitliefern

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29 Responses to Test: Western Digital My Passport Elite mit 320 GB

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