Bonität bei Online-Krediten – Was ist das eigentlich?

Längst hat das Netz auch die Finanzwelt eingeschlossen. Immer mehr Kredite werden online zu Bestzinsen vergeben, die man so in der Filiale nicht bekommt. Dabei geht es aber auch immer wieder um das Thema Bonität. Hier erkläre ich, was das ist und wie man online herausfindet, ob die eigene Bonität für so einen Online-Kredit ausreicht.

Absage aufgrund von schlechter Bonität?

© istock.com/Ridofranz

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Tatsächlich ist es so, dass ein Kredit bei schlechter Bonität verwehrt bleibt. Das ist immer dann der Fall, wenn die Bank ein zu großes Risiko für einen Zahlungsausfall sieht, weil der Kunde entweder kein sicheres und ausreichendes Einkommen bezieht oder eine schlechte Zahlungsmoral hat. Gerade den zweiten Punkt kann man aber schlecht im Voraus herausfinden. Deshalb gibt es sogenannte Auskunfteien, die für jede Person ein Register führen und etwa Banken, Mobilfunkanbietern oder Gasversorgern Auskunft darüber erteilen, ob die Person kreditwürdig ist oder nicht. Das muss sich nicht direkt auf einen Kredit beziehen, sondern kann auch einen potenziellen Handyvertrag betreffen. Sollte die Person nicht kreditwürdig sein, wird in diesem Finanzfall der Kredit entweder abgelehnt oder aber zu deutlich höheren Zinsen ausgezahlt, als vorher im Angebot preisgegeben.

Selbst herausfinden, wie gut die Bonität ist

Um zu vermeiden, dass es zur Kreditabsage oder zu den höheren Zinsen kommt, kann man bereits im Voraus selbst prüfen, ob die eigene Bonität wohl ausreicht, um den Kredit zu erhalten. Das funktioniert beispielsweise hier. In den Kreditvergleichen wird ein sogenannter 2/3-Zinssatz angegeben, welcher bei 2/3 der Kunden später tatsächlich im Kreditvertrag steht. Es handelt sich also um einen Durchschnitts-Zinssatz, den alle Leute bekommen, wenn sie eine durchschnittlich gute Bonität haben. Man sollte sich auf der Skala der Auskunftei am besten im oberen Viertel bewegen.

Sofern man nicht in diesem Bereich ist, wäre es eine Überlegung wert, die Bonität bis zur Kreditanfrage noch zu verbessern. Dementsprechend wichtig ist es, sich rechtzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen, um noch genug Zeit zu haben, aktiv Einfluss auf die Kreditwürdigkeit zu nehmen. Anerkannte Faktoren für die Bonität sind vor allem aufgeräumte Bank- und Kreditkartenkonten, sowie fristgerechte Zahlungen von Rechnungen, Raten und Gebühren und ebenfalls ein ausreichendes Einkommen, damit die monatlichen Kreditraten bezahlbar sind. Um die Ausgaben in den Griff zu bekommen und zu minimieren, eignet sich ein Haushaltsbuch. Außerdem ist es wichtig, dass man sich nicht in einer Probezeit befindet, in der man kurzfristig gekündigt werden kann und danach schlimmstenfalls erst einmal arbeitslos ist und geringeres Sozialeinkommen bezieht. Zur Absicherung, falls dies während der Kreditlaufzeit passiert oder die Raten aus anderen Gründen nicht (komplett) bezahlt werden, müssen Kreditnehmer meistens noch zusätzliche, pfändbare Sicherheiten bieten.

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