Test: hardwrk Massive Dock – Betondock für iPhone 5 S/C

Ich bin schon lange auf der Suche nach einer vernünftigen Docking Station für mein iPhone 5. Natürlich braucht man das nicht unbedingt, aber ich empfinde es als angenehm, einen festen Ort zum Laden zu haben und nicht jedes Mal nach einem Kabel suchen zu müssen.
An ein iPhone Dock habe ich eine Grundvoraussetzung an der bisher alle Kandidaten scheiterten: Es muss das iPhone auch mit einer dünnen Hülle aufnehmen können. Alles andere ist praxisfremd. Ich will mein Telefon nicht jedesmal aus der Hülle pulen, um es aufzuladen bzw. abzustellen.

Als ich vor einigen Wochen per Newsletter von einem neuen, handgefertigten Dock von hardwrk las, weckte das meine Neugier und ich bestellte ein Exemplar vor. Es ist kompatibel mit allen iPhone 5 Modellen und kostet knapp 60€.

In der Endphase der Fertigstellung stellten sich laut hardwrk Aussage ein paar Probleme ein, wodurch es zu einer Lieferverzögerung kam. Kurz vor Weihnachten traf das Massive Dock aber noch bei mir ein und ich konnte mir mittlerweile einen ersten Eindruck verschaffen.

Anders als die üblichen Docks

Beim ersten Lesen der Meldung von hardwrk hat mich das Design des Massive Dock neugierig gemacht. Es wird aus 570 Gramm Beton gefertigt und per Hand veredelt. Erst nach einer abschließenden Qualitätskontrolle geht es in den Versand. Der gesamte Produktionsprozess findet in Deutschland statt, was ich unterstützenswert finde.

Dadurch ist jedes Dock ein Einzelstück. Das verdeutlicht auch die handgeschriebene Seriennummer auf der Innenseite und eine beigelegte Karte mit Unterschrift.

Die Verarbeitung des kleinen Betonklotz ist sehr hochwertig und so, wie es die Produktseite suggeriert. Der Beton ist glatt, alle Kanten sind abgerundet. Es sieht hochwertig aus und fühlt sich auch so an.

Auf der Unterseite sind zwei gummierte Matten angebracht, die für einen sicheren Stand auf einem glatten Untergrund sorgen. Nach einer gewissen Standzeit klebt es sogar etwas am Tisch fest und man muss es mit etwas Kraft anheben, um es zu verrücken. Zusammen mit seinem Eigengewicht macht das Massive Dock seinem Namen alle Ehre und steht sehr fest auf meinem Tisch.

Zusammenbau

Im Lieferumfang befindet sich eine Kurzanleitung für den Zusammenbau. Zuerst muss man das Original Lightning Kabel von der Unterseite durch die Aussparung im Beton ziehen. Auf der Unterseite befindet sich ein Kabelkanal, in den man am Ende das Kabel legen muss. Das funktioniert wirklich nur mit dem Original-Kabel oder Kabeln in der gleichen Dicke. Mein Amazon Basics Kabel passte nicht.

Danach wird das Kabel mit einem Gummi-Inlay fixiert. Das Inlay besteht aus zwei Teilen, der Vorder- und der Rückseite, dazwischen wird das Kabel geklemmt. Bei der Rückseite hat man die Wahl zwischen einem dickeren und dünneren Stück. Das dünnere sollte man nehmen, wenn man das iPhone mit Hülle einsetzen möchte. Meine Wahl traf also auf die dünnere Variante.

Mit etwas Erfindergeist passt auch das iPhone mit Hülle rein

Ein erstes Hindernis war das Einsetzen des Inlays. Es ist sehr passgenau an die Betonauslassung angepasst, was gut für das Endresultat ist, aber schwierig für den Einbau. Denn der Gummi reibt am Beton und ich konnte das Inlay aus eigener Kraft nicht komplett in den vorgesehen Platz herunterdrücken. Beim Herausnehmen sah ich den Abrieb, der beim Einsetzen entsteht. Ich habe mir damit beholfen, etwas Spülmittelwasser auf das Gummi-Inlay aufzutragen. Durch die damit erreichte bessere Gleitfähigkeit konnte ich das Inlay problemlos einsetzen. Dieser Tipp in der Anleitung würde dem ein oder anderen neuen Besitzer ein paar Flüche ersparen.

Der erste Test sorgte bei mir nicht gerade für Begeisterung. Trotz meiner sehr dünnen iPhone 5 Hülle (von Amazon Basics), passte das iPhone nicht ins Dock. Ich musste es schräg stellen und mit einigem Druck auf den Lightning-Connector drücken. So sollte es natürlich nicht sein. Auf der Homepage war die Rede von einer soliden Einhandbedienung. Aber es handelt sich beim Massive Dock ja nicht um ein billiges Plastikprodukt, sondern um veränderliche Materialien. Also habe ich mit einem scharfen Skalpell einfach ein dünnes Stück des rückseitigen Inlays abgeschnitten. Jetzt passt mein iPhone mitsamt Hülle perfekt und ich kann es mit einer Hand einsetzen und herausnehmen.

Bis dahin ist also alles gut. Aber eine Sache stört mich am Ende doch noch. Wenn das iPhone im Massive Dock steckt, lässt sich der Home-Button nur schlecht drücken. Das iPhone ist etwas im Dock versenkt und damit auch der Home-Button. Nur mit sehr spitzem Finger kann man die obere Hälfte des Buttons erreichen. Mit dem Daumen schräg von oben geht es etwas besser. Eine optimalere Lösung wäre meiner Meinung nach eine leichte halbrunde Ausfräsung der Betonoberkante, sodass der Home-Button frontal komplett freiliegen würde. Denn genau so ist auch das Gummi-Inlays gestaltet. Es besitzt auf der Vorderseite eine Aussparung, die aber vom Beton wieder verdeckt wird. Wahrscheinlich wurde beim Beton aus Design-Gründen darauf verzichtet.

Vielleicht kann diese Anpassung für eine bessere Bedienung für die nächste Produktionsschleife angepasst werden. Wenn dann noch ein drittes, flacheres Rückseiten-Inlay beigelegt werden würde, gibt es von meiner Seite keine Kritikpunkte mehr.

Fazit

Das Massive Dock von hardwrk ist ein iPhone 5 Dock für Individualisten. Durch den Baustoff Beton hebt es sich von der Plastikkonkurrenz ab. Die Verarbeitung ist hochwertig. Der Kabelschacht auf der Unterseite lässt nur Kabel zu, die die gleiche Dicke des Original Lightning-Connector Kabels von Apple haben. Das Einsetzen des Gummi-Inlays sollte mit etwas Spülmittel als Schmiermittel vorgenommen werden. Das dünnste Rückseiten-Inlay war für meine iPhone 5 Hülle noch zu dick und musste selbst mit einem Messer angepasst werden. Der Home-Button des eingesetzten iPhones könnte durch eine Aussparung an der vorderen Betonkante besser erreicht werden. Mit den kleinen Startschwierigkeiten erscheint mir der Preis von knapp 60€ etwas hoch. Wenn die Kritikpunkte bei zukünftigen Modellen verbessert werden, ist das Massive Dock von hardwrk aber ein durchaus empfehlenswertes iPhone 5 Dock, dessen Preis durch die Handfertigung in Deutschland gerechtfertigt ist.

Das Massive Dock von hardwrk kann man auf der Homepage von hardwrk für 59,90 € bestellen.

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0 Responses to Test: hardwrk Massive Dock – Betondock für iPhone 5 S/C

  1. DerekBMackel 14.06.2016 at 13:38 #

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