Der Trend zu „Bring Your Own Device“

Hätte man in einem deutschen Unternehmen noch vor wenigen Jahren sein Handy mit an den Arbeitsplatz genommen und damit herum hantiert, so hätte man sich wahrscheinlich eine Verwarnung eingeholt, aber sicherlich kein Lob. Heute sieht das schon ein wenig anders aus, gerade auch aus dem Grund, dass die aktuellen Smartphones sehr viel mehr können als die Geräte von vor ein paar Jahren. Der Bereich des BYOD IT, also die Nutzung des eigens an den Arbeitsplatz mitgebrachten, privaten Smartphones oder Tablets, das man dann auch für Firmenzwecke nutzt, wächst stetig auch in deutschen Unternehmen. Der Trend stammt aus den USA, setzt sich jedoch hierzulande immer mehr durch.

Eine Studie von Intel hat nun ergeben, dass bereits 82 Prozent der Unternehmen ihren Mitarbeitern erlauben, ihre privaten Geräte auch beruflich zu nutzen. Was bisher noch fehlt, sind leider die passenden Richtlinien, die zur Datensicherheit des Unternehmens beitragen. Die Studie gab bekannt, dass sich bei den deutschen Unternehmen 44 Prozent und im internationalen Vergleich 60 Prozent der Arbeitgeber noch keine Gedanken darüber gemacht haben, wie das Nutzen des BYOD für alle günstig und praktisch von Statten gehen soll.

Dabei ist dies gar nicht so schwierig. So wie beispielsweise beim BlackBerry 10 müssen Privat- und Geschäftsbereich im Gerät einfach strikt voneinander getrennt bleiben. Der Bereich mit den Unternehmensdaten muss über ein Passwort geschützt sein, gleichzeitig müssen aber auch die Privatdaten der Nutzer privat bleiben. Sie gehen das Unternehmen nichts an. Entweder muss also ein extrem hohes Vertrauen zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmer herrschen, oder aber man sorgt für die passende Software und grenzt beide Bereiche deutlich voneinander ab. Die Flexibilität des Geräts soll für den Nutzer schließlich auch im privaten Bereich nicht verloren gehen.

Der Trend muss in Deutschland einfach noch viel mehr publik gemacht werden. Zudem bräuchte es einheitliche Richtlinien, damit sich die Unternehmen nicht Risiken des Datenverlusts aussetzen. Eine Studie von Acronis ergab kürzlich, dass 40 Prozent der Unternehmen in Deutschland mit einfachen Sicherheitsmaßnahmen, Richtlinien und Mitarbeiterschulungen in Bezug auf BYOD viel zu nachlässig umgehen. Wie mit jedem neuen Trend müssen wir wohl auch in diesen erst einmal hineinwachsen, bevor wir perfekt damit umgehen können.

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