Test: Sennheiser Headset MM 30i

Sich in der Welt der Kopfhörer und Headsets zurecht zu finden, ist nicht einfach. Früher reichte es, wenn ein Kopfhörer einen guten Tragekomfort und Klang hatte. Heute möchte man damit auch die Wiedergabe steuern, Gespräche annehmen und starten können. Das Headset braucht also ein Bedienelement. Die intuitive Bedienung sollte dabei im Vordergrund stehen. Nachdem meine Sennheiser CX 400 ein wenig in die Jahre gekommen sind und ich zwischenzeitlich auf die Apple EarPods umgestiegen war, möchte ich mir mal das Sennheiser Headset MM 30i etwas näher ansehen.

Zunächst einmal ist es wieder ein kabelgebundenes Headset. Lange Zeit nutzte ich das Sony Ericsson MW600, quasi ein Kopfhörer Dock, das per Bluetooth mit dem Handy verbunden wird. Allerdings funktioniert damit die Fernbedienung am Kopfhörer selbst nicht mehr und die Touch-Bedienung des MW600 ist ein Graus. Zusätzlich hat ein Kabelkopfhörer natürlich den Vorteil, dass man sich nicht um den Ladezustand der Batterien kümmern muss.

Was ich an meinen früheren Sennheiser Modellen wie CX 300 / 400 praktisch fand, war die längere Kabelführung des rechten Lautsprechers. Diesen konnte man hinter den Hals führen. Dadurch hingen die Kopfhörer beim Absetzen um den Hals. Das MM 30i hat gleich lange Lautsprecherkabel, schade. Wenn ich im Supermarkt an der Kasse stehe und meine Kopfhörer aus den Ohren ziehe, fallen sie im blödesten Falle direkt auf den Boden, wenn ich sie nicht vorher umständlich in die Jacken- oder Hosentasche stopfe. Warum gibt es nicht mehr die längere Hinterhalsführung (oder wie man es nennen soll) des rechten Lautsprecherkabels? Vielleicht muss ich mir mit Wäscheklammern behelfen.

Aber kommen wir zum wichtigsten Aspekt, dem Sound. Bisher war ich von Sennheiser Modellen immer vollends überzeugt. Auch das MM 30i Headset enttäuscht mich bei der Klangqualität nicht. Durch die In-Ear Trageform wirken die Bässe eindrucksvoll, aber auch nicht zu übertrieben. Die Höhen sind klar und angenehm. Die Lautsprecher bieten einfach ein rundes Klangerlebnis, das mich für den Preis von knapp 40 Euro vollkommen zufrieden stellt.

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Da ich in den letzten Monaten die Apple EarPods getragen habe, muss ich das MM 30i direkt damit vergleichen.

Grundlegender Unterschied ist die Trageform. Das MM 30i sitzt als echter In-Ear Kopfhörer direkt im Gehörgang und schließt dadurch wie Ohropax von der Außerwelt ab, während sich die EarPods nur in die Ohrmuschel setzen. Beides hat Vor- und Nachteile. Wenn ich mich von den Umgebungsgeräuschen abschotten möchte und in Ruhe Musik hören will, bevorzuge ich klar die Sennheiser. Wenn ich mit ihnen auf dem Balkon sitze und Musik auf normaler Lautstärke höre, dringt ein Großteil der Straßengeräusche und des Fluglärms über Offenbach nicht mehr zu mir durch.

Nachteilig empfinde ich die In-Ear Technik beim Telefonieren. Das liegt daran, dass ich mein eigenes Sprechen anders wahrnehme, wenn ich die Pfropfen im Ohr habe. Das ist irgendwie unangenehm, selbst wenn ich nur den linken Lautsprecher mit dem Mikro trage. Für kurze Gespräche unterwegs ist das noch ok, aber für längere Konversationen setze ich mir lieber die EarPods auf. Diese kann ich beidseitig im Ohr tragen und angenehm sprechen. Auch im Straßenverkehr finde ich die EarPods geeigneter, da ich die Umweltgeräusche einfach besser wahrnehme. Beispielsweise könnte ich mit ihnen ein Auto wahrnehmen, das vor mir aus einer Ausfahrt gefahren kommt, während das mit den MM 30i In-Ears schon schwierig wird.

Weiterhin muss ich die Fernbedienung des MM 30i Headsets bemängeln. Die drei Knöpfe für lauter, leiser und Start bzw. Stop sind nur auf einer Seite drückbar. Jedes Mal wenn ich dort hin fasse, drücke ich an einer falschen Stelle herum. Es braucht zwei oder drei Anläufe bis ich den richtigen Schalter gefunden habe. Das ist mit den EarPods wesentlich einfacher. Bei ihnen ist die ganze Fernbedienung von jeder Seite drückbar. Es gibt nur oben, unten und Mitte und jeder Druck resultiert in einem Ergebnis. Die Funktionsweise der Knöpfe des MM 30i am iPhone ist aber immerhin absolut identisch zu den EarPods: Doppeltes Drücken springt vor, dreifaches zurück und Gedrückthalten startet Siri.

Fazit

Die MM 30i sind tolle Kopfhörer, die für einen angemessenen Preis von knapp 40 Euro ein gutes Klangergebnis liefern. Mit ihnen kann man sich durch die In-Ear Trageform gut vor störenden Umweltgeräuschen abschotten. Das sollte man aber nur tun, wenn man nicht auf seine Umgebung achten muss, wie z.B. im Straßenverkehr. Das Bedienelement ist leider etwas umständlich zu benutzen, hier könnte sich Sennheiser ein Beispiel an den Apple EarPods nehmen.

Das Sennheiser mm 30i ist im Handel laut Headset.net aktuell für knapp 40€ zu haben.

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0 Responses to Test: Sennheiser Headset MM 30i

  1. Lennard 16.02.2016 at 11:20 #

    Wow, die gefallen mir echt gut. Vielleicht werde ich mir die bestellen, bin aber noch am überlegen, da meine aktuelle von Razer es auch noch machen..

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