Erfahrungsbericht: Toshiba Satellite A210-1BW – Gamer-Book für 550EUR [ergänzt]

tosha210.jpg

Vor zwei Wochen rief mich ein Freund von mir an und fragte mich, ob ich ihm ein Notebook empfehlen könne. Er suche ein Gerät, dass möglichst niedrig im Preis ist mit dem man aber noch akzeptabel 3D-Spiele spielen kann. Sofort ging ich an meinen Rechner und suchte die Seite meiner lieblings Preissuchmaschine aus Österreich auf und stieß auf das Toshiba Satellite A210-1BW für unschlagbare 549EUR. Für diesen Preis bietet es eine sehr interessante Ausstattung:

Turion 64 X2 TL-60 2x 2.00GHz • 2048MB (2x 1024MB) • 250GB • DVD+/-RW DL • ATI Mobility Radeon HD 2600 256MB max.1024MB shared memory • 4x USB 2.0/FireWire/Modem/LAN/WLAN 802.11bg • ExpressCard Slot • 6in1 Card Reader (SD/SD IO/MMC/MS/MS Pro/xD) • 15.4″ WXGA glare TFT (1280×800) • Windows Vista Home Premium • Li-Ionen-Akku • 2.70kg • 24 Monate Herstellergarantie

Quelle: geizhals.at

Das Einzige, was hier noch fehlt, wäre eventuell Bluetooth und eine Webcam. Mit Sicherheit ist eine AMD Turion CPU in jeglicher Hinsicht einer Core(2)Duo CPU von INTEL unterlegen, doch muss man zu diesem Preis einfach hier und dort Abstriche hinnehmen. Dass es auch mit Intel günstig geht, zeigte mir ein “Live-Shopping-Anbieter” der rein zufällig am selben Tag im “Verkaufs-Rausch” ein baugleiches Notebook von Toshiba mit kleinerer Festplatte, dafür aber mit INTEL Core2Duo (1,5GHz) und Webcam zu einem Preis von 599EUR anbot. Leider konnte man hier nur per Kreditkarte ordern, was mich am Kauf hinderte.

Meine Erfahrungen mit dem Toshiba Satellite A210-1BW

Die Verarbeitung kann man als äußerst gelungen bezeichnen. Das Barebone ist ein Toshiba-Eigengewächs und überzeugt mit guter Druckresistenz im Bereich der Handballenauflage und der Tastatur, biegt sich jedoch unter deutlichem Druck auf der Seite des DVD-Brenners minimal durch. Der Deckel ist recht verwindungssteif und lässt sich nur moderat bei Druck eindrücken. Die gewählte Lackierung für den Deckel weiss zu gefallen, der blau schimmernde Lack (jedoch spiegelnd) hebt sich vom Einheitsgrau anderer Modelle ab. Die Innenseite des Notebooks ist in aluminium-silber gehalten und fühlt sich durchweg hochwertig an. Die Oberfläche ist glatt und vermittelt Langlebigkeit. Was die Tastatur angeht, erwarte ich eine deutlichere Abnutzung des silbernen Lacks im Laufe der Zeit. Leider wippt das Display in jeder Position deutlich bei stärkeren Erschütterungen nach. Außerdem ist der Öffnungswinkel auf Grund der besonderen Bauweise eher begrenzt, sollte jedoch für die allermeisten User völlig ausreichen. Das Book vermittelt wirklich vom ersten Augenblick an Stabilität und Langlebigkeit.

Das Design ist modern, der eingelassene Displaydeckel fügt sich schön in das Design ein. Natürlich ist es fast unmöglich jeden Geschmack zu treffen, so sind die Lautsprecher in meinen Augen ein klein wenig zu auffällig geraten (die übrigens einen eher leisen, aber noch brauchbaren Sound von sich geben). Leider wirkt das Notebook doch sehr klobig, obwohl es von den Ausmaßen her nicht so ausfallend ist. Daran ist allein das Design schuld. Manche Notebooks haben eine nach hinten ansteigende Gehäusetiefe oder nach innen gewinkelte Ränder, welche das Gerät schmaler erscheinen lassen. Beim A210 wird hingegen auf solche Tricks verzichtet.

Die Lautstärke und Wärmeentwicklung sind für ein Notebook mit Gamerambitionen gerade noch ausreichend. So wird das Notebook unter Volllast (Netzbetrieb) ziemlich laut und auch im Gebiet des Lüfterauslasses und der Kühlelemente recht heiß (gerade wenn die Lüftungsschlitze unten verdeckt sind). Im Officebetrieb bei bloßem Surfen und Schreibarbeiten ist das Gerät zurückhaltend. Phasen, in denen der Lüfter komplett abschaltet, gibt es allerdings nur selten. Die Handballenauflage blieb bei meinen Tests eigentlich immer angenehm (kühl-leicht warm). Es gibt sicherlich Notebooks, die gerade im Officebetrieb leiser sind, jedoch kann man gerade im Hinblick auf den Preis mit der Lautstärke gut leben.

Ergänzung: Im Idle-Betrieb fällt der Lüfter durch Rauschen auf, was sich bei immer höherer Last steigert. Es gibt drei bis vier Stufen. Hat der Lüfter einmal aufgedreht, braucht es einige Zeit, bis er wieder ruhiger wird. Hochfrequente, unregelmäßige Töne entstehen so gut wie keine. Die gesamte Baseunit vibriert kaum unter Volllast. Allerdings fielen mir während des Hochdrehens des Lüfters Motorgeräusche auf. Die Lautstärke ist unter Volllast nicht unbedingt störend, es kommt ganz auf die Umgebung an. Es gibt jedoch mit Sicherheit unangenehmere Plagegeister. Die Lautstärke der Boxen reicht jedenfalls aus, um die Lüftergeräusche zu übertönen.

Das Display ist leider ein spiegelndes mit durchschnittlicher Farbwiedergabe, aber einem recht guten Schwarzwert. Zum Arbeiten an der frischen Luft ist das Notebook nur in dunklen Ecken zu gebrauchen, obwohl selbst dort den ein oder anderen wohl die Spiegelungen stören werden. Leider war die Ausleuchtung gerade an den Ecken unten recht stark abfallend, sowie auch in der Mitte zwei ganz leichte helle Streifen bei mir durchschimmerten. Das konnte man aber nur sehen, wenn es absolut dunkel im Zimmer war und man sich darauf konzentriert hat.

Die Performance habe ich nur zwei mal getestet, mit 3DMark 2006 (2969 3DMarks, 1024er Auflösung) und mit GTA San Andreas. GTA lief auf höchsten Details und maximaler Auflösung gut, stürzte jedoch bei Hinzuschaltung der Kantenglättung auf ein unspielbares stark hängendes Niveau ein. Ich werde hier nicht das Gefühl los, dass es sich um ein Treiberproblem handelte.

Der Akku hielt im Besten Fall knapp etwas mehr als 2 Stunden (Office).

Windows Vista Home Premium war auf dem System vorinstalliert, sowie ein riesen Haufen von Werbung, Trial Programmen und Toshiba Eigenentwicklungen. Gerade das Bedienpanel (Software für alle Funktionen per FN Taste) lief äußerst behäbig und alles andere als zuverlässig. Ich glaube hier tut es gut, das System komplett neu aufzusetzen (vielleicht mit einer “reinen” Installation). Für alle Wechselmutigen, die dann doch zurück zur alten Konfiguration möchten, legt Toshiba eine Recovery DVD bei.

Leider habe ich das Gerät nicht viel weiter getestet und auch keine Fotos gemacht, da ich es am selben Tag noch bei meinem Freund und Kollegen abgeliefert habe.

Im Großen und Ganzen ein recht nettes Notebook, für 550EUR gibt es vermutlich momentan nichts Besseres. Das Notebook bietet eine gute Gamingleistung für Gelegenheitsspieler mit dem kleinen Geldbeutel und geringen Ansprüchen an CPU Rechenpower. Für mich ist das Notebook leider nichts, da ich gerne WXGA+ oder bessser WSXGA als Displayauflösung haben möchte. Gerade wenn man gewohnt ist 1680x 1050x Pixel zur Verfügung zu haben, möchte man nicht mehr auf Dauer mit den 1280x 800x Pixel leben. Es ist einfach ein großer Teil an Platz, der da verloren geht. Ich hätte das Notebook ansonsten als Desktop Replacement genutzt und meinen Desktoprechner verkauft.

Heute bin ich auf ein Notebook von Acer gestoßen, das fast die selben Leistungsdaten bietet, jedoch zusätzlich mit Webcam und einem DVI Ausgang. Außerdem verfügt es über eine Nvidia 8600GS Grafikeinheit, welche in der Leistung knapp hinter einer HD2600 anzusiedeln ist. Das Notebook wäre wohl auch einen genauen Blick wert. Es kostet 599EUR. Acer Aspire 5520G-502G25Mi

fragen.GIF

Weitere Erfahrungsberichte findet ihr auf ciao.de

, , , ,

Trackbacks/Pingbacks

  1. Deine Anbieter im vergleich » Blog Archive » Re: Anbieter leiser PCs? - Chat am Freitag: Der optimale PC - 26.06.2008

    […] anbieterbau doch einfach deinen eigenen lautlosen PC auch ohne Wakü > > CPU: > > Intel Tualatin Celeron,Pentium3,P3-S untertakten auf 1,225 bis 1,25 > Volt und schon gehter passiv zu kühlen, mit nem Kupferkühlkörper bei > ca. 20 Watt Maximalverbrauch ne Betriebstemp bei ca. 52 – 55 Grad, > maximale Temp ca. 60 Grad = funzt Ja, ist nett, allerdings reissen mich die heutigen Socket370-Boards nicht grade vom Hocker – entweder VIA/SIS der richtig üblen Sorte, oder der i815, naja… Wäre nett, wenn es nForce2-Chipsets für P3 gäbe… Doch halt – die gibts ja: in der XBox leider nix nachrüstbar, DVB-Karte oder Ähnliches als Option. > Intel Pentium 4-M Mobile.. jo fast so teuer wie n normaler P4 weil > Intel Angst hat zuviele Desktop P4’s in Notebooks werden eingesetzt > (was ja auch stimmt).. läuft locker in fast jedem DDR 533er Mobo mit > 1,8 Ghz untertaktet auf 1,1 Volt (statt 1,3 Volt) mit max 27 Watt > Heizung, Kühlung per Zalman 6500er Kupferkühlkörper (914 Gramm reines > Kupfer)) und maximaler Temp von ca. 90 Grad (100 Grad maximal) Ich glaube kaum, dass die P4s so heiss werden können, vorher drosseln sie die Taktfrequenz. Das muss nicht unbedingt schlecht sein, bei Krams wie Email, Surfen, Office würde das nicht stören, der PC läuft ja weiter – nicht wie bei P3/Athlon. Ich dachte allerdings, dass die Mobiles alle in speziellen Gehäusen mit kleineren Sockeln stecken, also nicht in Desktop Boards ohne fummeln passen. (Umgekehrt werden die Boards in Billig-Notebooks wohl Desktop-Sockel haben, dann kann man da auch keine Mobile-CPU nachrüsten.) Korrigiere mich, wenn ich falsch liege, ich habe nur ältere Notebooks von innen gesehen > oder evtl. sogar Athlon XP Mobile.. Lustigerweise geht ein lüfterlos gekühlter Athlon XP (nicht Mobile) ohne Probleme, man muss nur die Spannung und Frequenz runterstellen: http://www.silentpcreview.com/modules.php?op=modload […]

Leave a Reply