Test: Sennheiser CX 400

Sennheiser CX 400 aquaIch nutze nun seit einem Jahr die Sennheiser CX 300 als Kopfhörer für meinen iPod. Werktags trage ich sie mindestens eine Stunde auf dem Weg zur Arbeit und bin überaus zufrieden mit ihnen. Nun hat mir die Firma Sennheiser freundlicherweise das Nachfolgemodell CX 400 für einen Alltagstest zur Verfügung gestellt.

Zum Lieferumfang gehören Ohradapter in den Größen S, M und L, ein Kabelclip, eine Aufbewahrungstasche, ein Kabelaufroller und ein Verlängerungskabel. Die Kopfhörer gibt es in weiß, schwarz und aqua (schwarz mit blauen Ohrhörern).

Was ist neu am CX 400?

Eines ist grundlegend neu und fällt sofort auf: Die Kopfhörereinheit kommt mit einem sehr kurzen Kabel daher. Der Gedanke dahinter ist, dass die Kopfhörer an einer bereits vorhanden Fernbedienung für Handy, MP3-Player etc. eingesetzt werden können, ohne dass dadurch meterlange Kabelstränge entstehen, die man mit sich führen muss. Eine gute Idee. Für Leute wie mich, die keine solche Fernbedienung besitzen, legt Sennheiser noch ein hochwertiges Verlängerungskabel von einem Meter bei, durch das man dann wieder eine große Gesamtkabellänge erreichen kann. Am CX 300 war mir das Kabel ein Stück zu kurz. Gerade jetzt im Winter trage ich meinen iPod in der Jackentasche und lege das Kabel unter meiner Jacke nach oben durch. Beim CX 300 reichte das gerade so. Mit der neuen Verlängerung des CX 400 ist das kein Problem mehr.

Eine weitere große Änderung am CX 400 für mich ist die symmetrische Länge von der Kabelabzweigung zu den Ohrhörern. Denn beim CX 300 war das Kabel zum rechten Ohrhörer noch länger, damit man ihn um den Hals legen kann, um Spannungen am Hauptkabel zu vermeiden, was ich persönlich sehr mag. Deshalb war ich erst etwas skeptisch gegenüber dem neuen Konzept des CX 400 und gespannt darauf, wie es sich in der Praxis beweisen würde. Denn genau so wichtig wie der Klang eines Kopfhörers ist mir sein Tragekomfort. Optimalerweise muss er sich kaum spürbar am Körper mitführen lassen, bei Bedarf schnell absetzen lassen ohne danach wieder lange nach den Hörern suchen zu müssen. Und das Ganze am Besten ohne den Einsatz zusätzlicher Hilfsmittel. Am Tragekomfort scheiterten bei mir z. B. die Apple In-Ear Kopfhörer. Da die Ohrhörer-Kabel gleich lang waren und kein Halteclip beigelegt war, entstand immer Spannung am Kabel und nach jedem drittem Schritt schwuppste mit ein Hörer aus dem Ohr.

Sennheiser CX 400 blackSennheiser CX 400 white

Wie klingt es?

Keine Zweifel lässt der CX 400 an seinem Klang aufkommen. Schon wie bei seinem Vorgänger ist das Musikhören nicht mehr nur eine tägliche Begleitung und Ablenkung auf dem Weg zur Arbeit, sondern ein Erlebnis auf das man sich immer wieder freuen kann. Am besten lässt sich das erfahren, wenn man von einem Standard-Kopfhörer direkt auf den Sennheiser wechselt: Ein echter Aha-Effekt. Die Bässe sind tief und satt und man meint sie fast im ganzen Körper spüren zu können. Die Höhen sind gleichermaßen klar und rein, so dass man jeden Ton, jedes Geräusch oder Instrument direkt wahrnimmt. Was aus dem CX 400 kommt wirkt als eine Einheit, die dank der in-Ohr Hörer mit dem eigenen Körper zu einem lebendigem Klangerlebnis verschmilzt.

Multitalent

Sennheiser CX 400 an meinem Nintendo DS liteDurch das verkürzte Kabel lässt sich der CX 400 optimal an tragbaren Konsolen wie dem Nintendo DS und der Sony PSP betreiben. Da man die Geräte meist direkt vor sich hält, ist die Kabellänge genau richtig. Das mobile Spielen mit dem CX 400 ist ein wahrer Genuss. Besser kann die Soundkulisse eines Spieles nicht von Kopfhörern dieser Größe auf den Spieler übertagen werden.

Für den Alltagstest, dem Musikhören am MP3-Player, habe ich dann wieder das Verlängerungskabel angeschlossen, um meinen Player in der Jackentasche auf Handhöhe tragen zu können. Da die Hörer nicht mehr um den Hals gelegt werden können, habe ich den mitgelieferten Halteclip kurz vor der Kabelweiche angebracht und ihn von innen an meiner Jacke befestigt. Der Clip erzeugt einen starken Halt und fällt bei leichter Berührung nicht ab. So kann man die Ohrhörer unterwegs einfach absetzen und in die Jacke fallen lassen, da sie vom Clip immer aufgefangen werden und dort auch gleich wieder greifbar sind.

Nach kurzem Probieren hatte ich auch die optimale Höhe zum Anbringen des Clips herausgefunden, so dass die Kabellänge zum Ohr noch ausreichend war, um bei völliger Bewegungsfreiheit des Kopfes keine Spannungen im Kabel zu erzeugen. Die Ohrhörer können dann problemlos links und rechts neben des Kopfes zu den Ohren geführt werden.

Beim Einkaufen im Supermarkt und dem Durchstöbern der Regale gab es nach den anfänglichen Optimierungen der Clipentfernung zum Kopf keine Unannehmlichkeiten mehr. Allein etwas ungewohnt war es für mich, dass mir die Kabel zeitweise links und rechts vom Kopf abstanden und in mein Gesichtsfeld ragten. Das war beim CX 300 wegen seiner Halsschlaufe nicht so. Allerdings kam es beim Vorgänger dafür etwas häufiger zu Spannungen im Kabel, was nun beim CX 400 kaum mehr auftrat, außer wenn der Schal im Kragen meiner Jacke zu fest an die Kabel gepresst war. Nach einigem Zurechtrücken konnte ich problemlos meine Einkaufsliste abarbeiten und meinen Hals in alle Richtungen recken.

An der Kasse ließ ich die Ohrhörer dann einfach in die Jacke fallen, das Kabel war ja am Halteclip befestigt. Nach dem Bezahlen genügte dann ein Griff in Richtung Clip, um mir die Kopfhörer wieder an ihren Bestimmungsort zu stecken.

Nach einiger Übung war der Halteclip also als durchaus brauchbar von mir akzeptiert worden. Schließlich erreicht man dadurch eine optimale Tragefreiheit, da bei Kopfbewegungen keine Spannungen im Kabel auftreten. Noch nicht so ganz vorstellen kann ich mir hingegen, wie ich den Clip im Sommer an einem T-Shirt einsetzen soll. Unter dem Shirt würde eine Falte entstehen und ihn in den Kragen zu clippen finde ich irgendwie etwas nervig. Aber noch ist es ja nicht Sommer…

Zubehör

Sennheiser CX 400 Kabelaufroller und AufbewahrungstascheWeiteres sinnvolles Zubehör sind natürlich die Ohradapter in verschiedenen Größen. Nicht jeder hat gleich große Ohren. Die Aufbewahrungstasche ist nett und sieht edel aus. Verwenden würde ich sie wahrscheinlich nicht, da ich meine Kopfhörer im Alltag immer um meinen iPod wickele, um einem Verknoten vorzubeugen. Deshalb würde bei mir auch der Kabelaufroller nicht zum Einsatz kommen, auch wenn er durch seine Vertiefungen einen zusätzlichen Schutz für die Hörer bietet. Diese beiden Utensilien kommen wohl eher für eine längerfristige Aufbewahrung in Frage. Im täglichen Gebrauch würde mir der Nerv für das Aufrollen und in die Tasche stecken fehlen. Das Verlängerungskabel macht, wie bereits erwähnt, einen sehr hochwertigen Eindruck und ist durch die kurzen Kopfhörerkabel natürlich ein zwingendes Zubehör.

Fazit

Bei einem momentanen Straßenpreis von ca. 60 € ist der CX 400 natürlich kein Schnäppchen, aber wenn man ihn erst einmal erleben durfte, möchte man ihn im Alltag nicht mehr missen. Sein überzeugender Klang verwandelt jede Minute mobilen Musikkonsums zu einem Erlebnis. Nach kurzer Eingewöhnung hat man sich auch an das neue Konzept der Kopfhörerlänge in Kombination mit Clip und Verlängerung gewöhnt und erreicht dadurch einen guten Tragekomfort. Für Musikliebhaber wird sich der Sennheiser CX 400 schon nach kurzer Zeit als lohnende Investition erweisen.

Die Sennheiser CX 400 Kopfhörer gehören damit zu meinen persönlichen Top-Produkten.

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2 Responses to Test: Sennheiser CX 400

  1. ig 24.02.2017 at 21:28 #

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