Test: Philips GoGear SA3125

Das Bedienfeld des Philips GoGear SA3125Mir ist der MP3-Player GoGear SA3125 von Philips zum Testen auf den Tisch gekommen. Mit seinen 2 GB für ca. 80€ ist er eine preiswerte Alternative zu einem doppelt so teurem iPod nano und bietet laut Verpackung ebenso eine Video- und Fotofunktion. Mal sehen, was das Gerät so leisten kann.

Vorsicht Verpackung!

Der GoGear SA3125 wird in einer Pressplastik-Verpackung ausgeliefert. Das Wort habe ich gerade mal erfunden, ich weiß nicht, ob es dafür einen Fachausdruck gibt. Man findet solche Verpackungen in Kaufhäusern leider zuhauf. Ohne Schere geht da gar nichts. Und selbst mit Werkzeug muss man sehr vorsichtig vorgehen, um sich an den scharfen Plastikkanten, die beim Aufschneiden entstehen, nicht zu verletzen. Es müsste an der Volkshochschule Kurse zum verletzungsfreien Öffnen solcher Packungen geben!

Im Lieferumfang ist neben dem Player ein USB-Kabel, Kopfhörer, Anleitung und Installations-CD. Der kleine schwarze Musik-Spieler liegt sofort angenehm in der Hand und macht einen freundlichen, stimmigen und schlichten Eindruck.

Aufladen nur am Rechner, eigentlich

Hama 014056 LadegerätVorgesehen zum Aufladen des GoGear ist die USB-Verbindung zu einem Computer. Das Gerät wird unter Windows automatisch als Wechseldatenträger erkannt und man sieht die bereits angelegten Systemordner, z. B. Music, in den die MP3-Dateien kopiert werden können. Solange er verbunden und der Rechner an ist, lädt das Gerät auf und ist nach knapp drei Stunden wieder voll einsatzbereit. Wenn man jeden Tag sowieso mehrere Stunden am Computer verbringt, mag es in Ordnung sein, seinen MP3-Player auf diese Weise aufzuladen. Andernfalls wäre es die reinste Stromverschwendung, den Rechner nur dafür laufen zu lassen. Schade dass dem technisch unbedarften Konsumenten hierfür kein Netz-Ladegerät beiliegt. Dafür muss man sich dann wieder extra kümmern und einen USB Ladeadapter für die Steckdose anschaffen. Für diesen Zweck habe ich mir das 00014044 von Hama ausgewählt, da es laut Beschreibung besonders für Philips Geräte geeignet sei. Ein schwerer Fehler! Denn mit dem GoGear SA3125 funktioniert es nicht! Frustriert habe ich gegooglet und von ähnlichen Erfahrungen gelesen. Also habe ich es umgetauscht in das 00014056 ebenfalls von Hama, auf dessen Packung vermerkt ist, dass es nicht mit Philips Geräten harmoniert. Klar, damit lässt sich der GoGear aber einwandfrei aufladen, sogar in kaum mehr als einer Stunde! Ein voller Akku reicht für circa acht Stunden Musik hören.

An der Unterseite befindet sich der Kopfhörer-Eingang, der Reset-Schalter, der USB-Anschluss und eine Halterung für einen TragerAn der linken Seite die Hold-Taste und das MikroDie Lautstärketasten des Philips GoGear SA3125

Praxis

Nun, da der Player aufgeladen war und ich ihn mit etwas Musik bespielt hatte, konnte ich ihn einem Alltagstest unterziehen. Im folgenden schildere ich nun kurz meine gesammelten Eindrücke.

Die Menüführung ist simpel. Über das Bedienrad kann man in alle vier Himmelsrichtungen navigieren. Das Hauptmenü besteht aus den untereinander angeordneten Hauptfunktionen wie Musik, Video, Fotos, Radio, Aufnehmen und Einstellungen. Hat man sich für einen Punkt entschieden, klickt man nach rechts und gelangt so in den jeweiligen Bereich. Im Musikbereich wählt man als nächstes aus Interpreten, Album, Genre etc. aus. Der Player richtet sich hier nach den ID3-Tags der Dateien. Man kann auf dem Player auch Unterordner anlegen, um seine Dateien besser im Überblick zu behalten. Dargestellt werden aber immer anhand der ID3-Infos. Leider reagiert das Menü oft etwas träge auf die Tastendrücke und man muss eine leichte Verzögerung in Kauf nehmen. Mit der Menü-Taste gelangt man immer einen Schritt zurück. Mit der Playlist-Taste kann man das aktuell abspielende Lied seiner Playlist hinzufügen, die man im Musik-Menü direkt aufrufen kann. Die Lautstärke regelt man über die beiden Tasten an der rechten Geräte-Seite, währen man links die Hold-Taste zum Sperren der Bedienungselemente findet. Der Klang des Kleinen ist gut und die mitgelieferten Kopfhörer von Philips sind fürs Erste auch nicht übel, könnten aber für höhere Ansprüche sicher mal gegen etwas hochwertigere Exemplare ausgetauscht werden wie z. B. die CX 300 von Sennheiser.

Negativ aufgefallen ist mir die Geschwindigkeit beim Kopieren der Dateien auf den Player. Für 63 MB benötigte er 2:02 Minuten. Für mehrere Alben wartet man da doch eine ganze Weile. Nichts für Eilige, die noch schnell ein paar Dateien kopieren möchten, bevor sie morgens zur Bahn hetzen. Dafür bietet der GoGear aber einen Radio an, der ja evtl. eine Alternative darstellt, wenn man seine Musiksammlung mal satt hat oder einfach Nachrichten hören möchte. Wenn man den Player beim Abspielen eines Liedes ausschaltet, merkt er sich beim nächsten Aktivieren die letzte Postition und fährt dort fort.

Die Video- und Fotofunktion spare ich mir zu beschreiben. Der Display ist dafür einfach zu klein, da tut man seinen Augen wirklich keinen Gefallen. Außerdem ruckelten schon die Videos, die mit der Auslieferung auf dem Player waren.

Mit Firmware-Update zerstört

Leider muss ich noch erwähnen, dass ich erhebliche Probleme mit dem Updaten der Firmware hatte. Mit der Philips Device Manager Software wird der GoGear automatisch unter Windows erkannt und das Menü bietet eine Option zum automatischen Aktualisieren. So weit so gut. Das habe ich auch gleich testen wollen, da die aktuelle Version einen besseren Support von USB-Ladegeräten versprach. Das Update war im Gange, alles schien zu klappen, aber als der Fortschritt bei 100% angelangt war, kam die Meldung, dass die Firmware nicht aktualisiert werden konnte. Mist. Danach zeigte die Software aber an, dass die aktuellste Version der Firmware auf dem Player installiert sei. Also was nun? Ich stöpselte ihn vom Rechner ab und musste feststellen, dass das Gerät beim Aktivieren nicht mehr über den Willkommens-Boot-Bildschirm hinauskam. Es leuchtete kurz das Philips-Logo auf, dann wurde es schwarz. Es gab nur noch eine Endlosschleife des Philips-Logos, das war´s. Auch der Reparaturmodus half nicht weiter. Bei 100% hieß es, dass das Gerät nicht repariert werden konnte. Ein ziemlich unschöner Umstand war das und ich sah mich gezwungen, den Player direkt umzutauschen. Bei Conrad vor Ort ging das auch ohne Probleme, nur als Bemerkung am Rande.

Fazit

Philips GoGear SA3125Der Philips GoGear SA3125 eignet sich gut als täglicher Begleiter für den bescheidenen Musikhörer. Wenn man jemand ist, der seine MP3-Dateien für unterwegs selten wechseln bzw. aktualisieren will, kommt das dem Gerät mit seinem langsamen Datentransfer zugute. Auch sehr häufiges Navigieren zwischen den Liedern kann auf Dauer wegen der trägen Reaktionen etwas lästig werden. Also am besten ein Album durchlaufen lassen. Für Freunde von mobilen Videos ist das Gerät gar nicht zu empfehlen, der Display ist dafür einfach nicht geeignet. Dafür hat es einen Radio und einen guten Klang.

Für mich persönlich ist der GoGear keine echte Alternative zu einem iPod nano, auch wenn er halb so teuer ist.

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0 Responses to Test: Philips GoGear SA3125

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