Meine Konsolen
Mit Computerspielen begann meine Fasziniation für die Technik in den 80er Jahren am guten, alten C64. Videospiele sind auch heute noch ein fester Bestandteil meiner Freizeit und folglich haben sich auch einige Konsolen um mich herum angesammelt. An stationären Geräten für den Fernseher habe ich eine Playstation 2 und eine Wii, für unterwegs ein Nintendo DS lite und eine Sony Playstation Portable.
An dieser Stelle will ich etwas über meine Erfahrungen zu diesen Spielzeugen schreiben und warum ich als Spielefreak noch keine echte Next-Gen Konsole besitze.
Playstation 2
Die Playstation 2 ist immer noch der Klassiker unter den Konsolen, nicht mal pokerstars kann meine Aufmerksamkeit von ihr ablenken, auch wenn seit geraumer Zeit ihr Nachfolger zu haben ist. Sie ist die meistverkaufte Konsole weltweit und damit gibt es ein umfangreiches Spieleangebot. Die Grafik kommt zwar nicht mehr mit der neuen Konsolengeneration mit, aber das allein macht ein gutes Spiel ja bekanntlich nicht aus. Sie eignet sich heute also immer noch optimal als Familienkonsole, da ihr Anschaffungspreis sehr niedrig liegt und Sony ja mittlerweile auch gesellschaftsdienliche Spiele wie Singstar, Buzz & Co. am Markt hat.
Da ich was Konsolen angeht eher zu einem Gelegenheitsspieler geworden bin und auch seit Mitte 2007 eine Wii besitze, habe ich meine altgediente PS2 eigentlich ständig an meinen Bruder oder Schwager verliehen. Gelegentlich treffen wir uns dann zu Fifa- oder Pro Evolution Soccer-Duellen und finden unseren Spaß bei Multiplayer-Games. Man kann mit einem Adapter ja mühelos zu viert spielen.
Wii
Der Star unter meinen Konsolen ist die Wii von Nintendo. Anfang 2007 bei meiner Cousine kurz gesehen, wußte ich, dass ich so ein Teil auch brauchen würde. Nintendo hat es mit seinem Steuerungskonzept der freien Bewegung geschafft, die Massen zu faszinieren. Jung und alt, Männlein und Weiblein: alle haben ihren Spaß. Das hat sich auch in meinem Umfeld bewiesen. Selbst meine Mutter war vom Kuhrennen bei Wiiplay begeistert und hat es beim dritten Versuch und unter großem Gelächter aller Anwesenden dann auch geschafft, meinen Vater zu besiegen. Wunderbar. Die Wii schafft es, das Computerspielen aus seinem zum Teil noch unverstandenem Nischendasein zu befreien und gesellschaftsfähig zu machen.
Die Kritik von Hardcore-Zockern, dass es für die Wii nur bunte Blümchenspiele gibt und einem an jeder Ecke der Schnurrbart unseres Lieblingsklempners entgegenspringt, muss man zur Zeit noch etwas gelten lassen. Ein Großteil der Spiele ist sicherlich noch für ein jüngeres Publikum und die sogenannten Casual-Gamer (zu denen ich mich zum Teil auch zähle) ausgelegt. Das wird sich mit der Zeit aber sicherlich ausgleichen. Titel wie Resident Evil, Metroid Prime 3 – Corruption oder Splinter Cell sind der beste Beweis. Außerdem hat die Wii ihre überlegene Konkurrenz von Microsoft und Sony um Längen abgehängt. Die Spieleentwickler wissen das natürlich und so dürfen wir uns noch auf eine Menge tolle Titel freuen.
In Sachen Partyspiele macht der Wii jedenfalls keiner etwas vor. Zu viert vor dem Fernseher zu stehen und sich Controller-fuchtelnd im Tennis-Match oder Leichtathletik-Wettkampf zu messen, macht eine Menge Spaß und man kann sich danach einreden, dass man wer-weiß-wieviele Kalorien verbraucht hat, wenn der Pizzamann vor der Tür steht.
Allein das Mii-Konzept, bei dem jeder Spieler ein kleines Abbild seiner selbst auf der Konsole erstellen kann, um es dann in vielen Spielen als Spielfigur zu verwenden, sorgt schon für Freude und stellt eine persönlichere Verbindung zur Konsole her. Diese Miis kann man auch an Freunde schicken oder sie auf seiner Fernbedienung zum gemeinsamen Wii-Abend mitnehmen.
Die Channels im Hauptmenü runden die Sache dann noch ab. Allein der Wetterkanal mit der toll animierten Weltkugel kann mich immer wieder faszinieren. Auch der Bildbetrachter ist toll gemacht. Bilder von seiner Digicam am Fernseher zu betrachten war nie einfacher und hübscher. Schön dass Nintendo hier auch immer wieder neue Kanäle entwickelt, wie z. B. aktuell den neuen Mii-Kanal.
Auch wenn ich mich phasenweise mal gar nicht der Wii beschäftige, besitzt sie doch genügend Potenzial, um mich regelmäßig wieder aufs Neue zu begeistern. Somit kann ich diese Konsole nur jedem Spiele-Fan ans Herz legen.
Nintendo DS lite
Mein erstes DS lite habe ich mir im Sommer 2006 zugelegt, in weiß. Damals war ich noch stark am überlegen, ob das nicht wieder nur so eine Laune von mir ist und das Ding dann nach dem ersten Spaß in der Ecke landet. Heute kann ich sagen: weit gefehlt! Der DS ist eine super Sache und ich habe mittlerweile mein gesamtes Umfeld davon überzeugt. Mein Vater hat einen geschenkt bekommen, da er auf dem alten Gameboy Colour kaum noch etwas sehen konnte. Die hellen und klaren Displays des DS lite sind dagegen eine wahre Freude für ihn. Er spielt sehr gerne Sudoku, Dr. Kawashima oder Wer wird Millionär. Mein kleiner Bruder, der das Gerät natürlich mitnutzt, ist zu einem wahren Tetris-Meister geworden und misst sich gerne online gegen andere. Meine Tante und mein Cousin werden ein DS zu Weihnachten bekommen, für die beste Freundin meiner Freundin habe ich einen gekauft und schließlich meiner Freundin meinen weißen abgetreten, damit ich mir einen schwarzen holen konnte.
Da ich ein Fan der alten Mario Jump’n'Runs bin, musste für mich gleich New Super Mario Bros. als erstes Spiel für den DS her. Und das hat sich auch gelohnt. Ich hatte viel Freude daran und muss es demnächst mal wieder durchzocken. Mein weiteres Highlight ist Mario Kart, wohl das beste Rennspiel für den DS.
Das Beste am Nintendo DS ist, dass es immer wieder neue Spielideen gibt, die die Möglichkeiten des kleinen Wundergerätes aufs Neue ausreizen. Was den DS so attraktiv für die verschiedensten Zielgruppen macht, ist natürlich die intuitive Steuerung per Touchscreen. Warum Sudoku umständlich mit einem Steuerkreus und irgendwelchen Buttons steuern, wenn es mit einem Stift so einfach geht? Eine Spielesammlung, die das auch toll ausnutzt, ist “42 Spieleklassiker”. Da die Bowlingkugeln oder die Dartpfeile durch eine intuitive Bewegung zu steuern sind, konnte ich auch meine Eltern zu einem Multiplayer-Match überreden, was auf einer PSP undenkbar wäre.
Aber auch für diejenigen, die ihre Eltern erst gar nicht an den DS ranlassen wollen, gibt es die geeigneten Spiele. Ich habe mich z. B. auch längere Zeit mit dem Strategie-Spiel Anno 1701 beschäftigt. Das kann natürlich optisch nicht mit meiner PC-Version mithalten, dafür kann ich an meiner Inselwelt auf dem DS einfach immer und überall herumbasteln.
Viele Spiele bieten auch einen Online-Modus an, was natürlich für noch mehr Spielspaß sorgt. Allerdings ist das nicht bei allen Vertretern so gut umgesetzt und oft nur ein Vergleich von Highscore-Listen oder ähnlichem. Das ist natürlich witzlos. Man möchte sich schließlich gegen echte, menschliche Gegner im direkten Spiel messen. Eine Vorbild-Funktion übernimmt hier sicherlich Tetris, das ein ausgefeiltes Highscore-System bietet. Mario Kart lässt sich auch online spielen, hier fehlt mir aber eine dauerhafte Punktewertung, die man in der Online-Lobby einsehen könnte.
Da der Nintendo DS Marktführer bei den mobilen Konsolen ist, dürfen wir uns noch lange über tolle neue Spielekonzepte freuen. Bis ich meinen DS in die Ecke lege, dürfte also noch sehr viel Zeit vergehen!
Sony PSP
Beschreibung folgt noch.
Next-Gen Konsolen
Die Xbox 360 von Microsoft und die Playstation 3 von Sony werden als Konsolen der nächsten Generation bezeichnet. Wahrscheinlich wurde diese Begrifflichkeit von den Marketingleuten dieser beiden Firmen geprägt, denn das klingt doch schon sehr vielversprechend. Und es ist wirklich so: Was die Leistung angeht, macht diesen beiden Geräten keiner etwas vor. Sie bieten dem Spielefreund hochauflösende Grafiken für den HD-Fernseher, Klänge in Dolby digital und Multiplayer-Matches über das Internet. Wie die Spieleentwickler diese Möglichkeiten ausnutzen, steht wieder auf einem anderen Blatt.
Die next-gen Maschinen sind aber nicht nur für das reine Spielen gedacht. Sie sind darüber hinaus noch mit Funktionen ausgestattet, die sie zu einem zentralen Medien-Player und HD- bzw. BluRay-Player im Wohnzimmer verwandeln können. Theoretisch jedenfalls, den praktisch steht dem puren Vergnügen hier und da noch einiges im Wege. An erster Stelle natürlich, dass ein schöner, flacher HD-TV noch nicht in jedermans Wohnstube vorgedrungen ist. Klar, es geht auch ohne. Aber um die volle Pracht eines Filmes auf BluRay-Disc, für den man noch sehr viel Geld ausgeben muss, auch genießen zu können, ist ein moderner Flachbild-Fernseher die Voraussetzung.
Auch Video-Dateien, die man im gängigen DivX-Format auf seinem Medien-Server im heimischen Netzwerk liegen hat, kann die PS3 derzeit noch nicht wiedergeben. Man muss sie erst umständlich in ein unterstütztes Format umwandeln. Derzeit wird aber an einer DivX-Unterstützung gearbeitet.
Hinzu kommt noch das teilweise recht laute Betriebsgeräusch der Geräte und der doch recht hohe Stromverbrauch. Faktoren, die nicht zu einem zentralen Wohnzimmer-Unterhaltungs-Gerät passen. Das neue Modell der PS3 mit 40GB verbraucht zwar schon weniger Strom und ist leiser als das erste Modell, hier ist aber in Zukunft sicher noch mit Verbesserungen zu rechnen.
Deshalb kommt für mich, solange ich noch keinen HD-Fernseher und zentralen Medienserver für Filme und Musik habe, keine Konsole in Frage, die so viel Stom frisst wie mein PC und deren Spiele teilweise bis zu 70 € kosten.
Aber ich muss zugeben: Seitdem ich neulich bei einem Freund Motorstorm auf der PS3 gespielt habe, sind diese harten Vorsätze doch etwas aufgeweicht…




Follow us on twitter.com