Schutz gegen Spam

Wenn ich alle empfangenen Mails des Tages mit großer Ernsthaftigkeit bearbeiten würde, dann wäre ich wohl arm: Ich müsste Tausende Euro Anwaltskosten und Strafen für illegale Downloads zahlen und würde mein verbliebenes Geld in Potenzmittel oder die Vergrößerung gewisser Körperteile investieren.

Durchschnittlich 9 Spam-Mails am Tag

Doch das mache ich natürlich nicht, denn die Nachrichten, die mich in gebrochenem Deutsch und seltsam falschen Formulierungen auffordern, Geld zu überweisen oder gewisse Links zu klicken, sind einfach nur Müll. Genauso wie die Mails, die mir in expliziter Ausdrucksweise Tipps für ein besseres Liebesleben dank Pillen und neuester Pumpentechnik geben möchten. Laut BITKOM empfängt jeder Deutsche rund 9 Spammails am Tag! Eine Menge davon landet zwar sofort im Spam-Ordner, ein Teil schafft es aber meist auch ungefiltert in den Posteingang. Doch wie kommen Betrüger an die persönliche Mail-Adresse? Beim Surfen im Internet hinterlässt man ständig Spuren, darunter natürlich auch den E-Mail-Kontakt. In Foren oder bei Online-Bestellungen ist die Angabe einer Mail-Adresse Pflicht und auch freiwillig gibt man schnell mal die eigenen Daten an, egal, ob bei Gewinnspielen oder beim Bestellen eines Newsletters. Besonders schwer haben es Menschen, deren Adressen irgendwo im Netz veröffentlicht werden, zum Beispiel im Impressum einer Website.

Sicherer Schutz für Mails mit Antispam-Software

Was kann man gegen Spam tun? Bei vielen Antiviren-Programmen sind Spam-Filter gleich integriert, doch es wird auch auf Mails spezialisierte Software angeboten. Schutz für Mails mit Antispam-Software ist der erste Schritt für ein sauberes Postfach! Doch es gibt noch mehr Möglichkeiten, um die Spams zu reduzieren. Auf jeden Fall sollte man sich eine Zweit-Adresse anlegen, die für Online-Shops, Chats und andere Angaben im Web verwendet wird. Mit der ersten Adresse geht man stattdessen sehr vorsichtig um und wickelt darüber nur die Geschäftspost und die privaten Briefe ab. Effektiv ist auch die Wahl einer ungewöhnlichen Mail-Adresse, da viele Spams nach dem Zufallsprinzip verschickt werden. Wer sich max-mustermann@mail.de nennt, wird daher eher Spam bekommen als bei max_mustermann_65@mail.de. In sozialen Netzwerken und anderen Communitys verberge ich die Mail-Adresse normalerweise immer vor der Öffentlichkeit, da auch hier fleißig Daten gesammelt werden. Ganz wichtig: Nicht auf Spam-Mails antworten und keine Links klicken, da sich dahinter oft Schadprogramme verbergen!

Besondere Gefahr: Phishing

Besonders dreist sind die Versender von Phishing-Mails: Da wird man in täuschend echt wirkenden Briefen von der Bank oder von Warenhäusern aufgefordert, geheime Daten, Pins und Passwörter anzugeben. Entweder, weil es einen Serverabsturz gab, bei dem die Daten zerstört wurden, oder weil man auf diese Art irgendwelche Aktionen oder ominösen Bestellungen bestätigen solle. Diese Fälle häufen sich – mit solchen Betrügereien lässt sich also scheinbar eine Menge Geld von unwissenden und unvorsichtigen Internetnutzern ergaunern.

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